Elisabeth-Klinik, Bigge

Geriatrie

Geriatrie – ganzheitliche Medizin für den älteren Patienten

Die Geriatrie oder Altersmedizin beschäftigt sich mit den Patienten im höheren Lebensalter, in der Regel ab 70 Jahre und älter. Bei diesen Patienten bestehen mehrere Erkrankungen gleichzeitig (Multimorbidität), Sie nehmen mehrere verschiedene Medikamente (Polymedikation, oft mehr als 5 am Tag) und sind sehr anfällig für gesundheitliche Probleme.

 

Bei der geriatrischen Komplexbehandlung geht es darum, den betagten Patienten mit seiner vielfältigen Lebens- und Krankheitsgeschichte zu sehen. Geriatrie hilft Erkrankungen bei älteren Patienten zu lindern oder gar zu vermeiden. Nach einer längeren Erkrankung oder Klinikaufenthalt wird die Lebensqualität verbessert. Aktivierende Therapieverfahren wie Physiotherapie, Ergotherapie und Logotherapie helfen, die betagten Patienten wieder fit für ein aktives Altersleben zu machen.

 

Die Behandlung der geriatrischen Patienten erfolgt im Team. Das Team besteht aus Ärzten, Gesundheits- und Krankenpflegern, Physio- und Ergotherapeuten, Logopäden, Masseuren und medizinischen Bademeistern, Psychologen sowie Sozialarbeitern. Gemeinsam wird ein individueller Behandlungsplan für jeden Patienten erarbeitet. Dabei werden körperliche Einschränkungen, Wünsche und Ziele des Patienten, Ressourcen und auch die soziale Situation berücksichtigt.

 

In gemeinsamen Fallbesprechungen werden individuelle Therapiekonzepte erstellt, Behandlungsziele formuliert und regelmäßig evaluiert. Ziel ist die Mobilisation, die Wiedererlangung der Selbstständigkeit bei den Aktivitäten des täglichen Lebens, die Verminderung der Pflegebedürftigkeit sowie die Verbesserung der Lebensqualität. Das Leistungsangebot um ein bedarfsgerechtes Behandlungskonzept zu erstellen, analysieren wir strukturiert und umfassend welche Funktionen des Patienten eingeschränkt sind bzw. unterstützt werden müssen.

 

Dazu werden im Rahmen des geriatrischen Assessments folgende Bereiche umfasst:

Motorik, Kognition, Mobilität, ADL-Status, Emotion, soziales Assessment, Entlassungsmanagement sowie Sturzrisiko. Während der stationären Therapie wird eine tägliche Visite durchgeführt und der Behandlungsplan wöchentlich im Rahmen der Teambesprechungen aktualisiert. Das geriatrische Assessment stellt im Rahmen des Behandlungsprozesses das zentrale Instrument dar, da es auch die Einbeziehung der anderen beteiligten Disziplinen an der Behandlung und Betreuung des Patienten im Krankenhaus ermöglicht.

 

Sobald das stationäre Behandlungsziel sichtbar wird, beraten die Mitglieder des geriatrischen therapeutischen Teams über notwendige Hilfsmittelverordnungen mit denen der Patient noch während des Klinikaufenthaltes versorgt und unter therapeutischer Anleitung eingewiesen wird.

 

Hier sind ebenso Gespräche mit Angehörigen wie auch die Kontaktaufnahme mit der zuständigen Hausarztpraxis zur Befund- und Medikamentenübermittlung am Entlassungstag für einen reibungslosen Ablauf notwendig. Der Zeitpunkt der Entlassung wird möglichst frühzeitig gemeinsam im geriatrischen Team mit dem Patienten und seinen Angehörigen geplant und vorbereitet.

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