Elisabeth-Klinik, Bigge

Zeugnisse für anerkannte Ergo- und Physiotherapeuten

27 Absolventen der Bildungsakademie für Therapieberufe in Bestwig erhalten ihre Zeugnisse

 

17 Physio- und zehn Ergotherapeuten freuen sich nach dreijähriger Ausbildung an der Bildungsakademie für Therapieberufe in Bestwig über ihre staatliche Anerkennung. Am Freitagvormittag versammelten sie sich zum Abschlussgottesdienst in der Dreifaltigkeitskirche des Bergklosters und anschließend zur feierlichen Zeugnisübergabe im Rathaus.

 

 

Bürgermeister Ralf Péus mahnte die Absolventen, ihre Heimat nicht zu vergessen: „Qualifizierte, motivierte, junge Menschen wie Sie können wir hier gut gebrauchen.“ „Sie sind ein wirklich guter Jahrgang, was man anhand der hervorragenden Prüfungsergebnisse sieht“, lobte der Leiter und Geschäftsführer der Akademie, Andreas Pfläging, in Anwesenheit der Vertreter beider Träger: der Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel und der Elisabeth-Klinik in Bigge. Den Jahrgangsbesten Eva Krewett und Johanna Wiese bei den Ergotherapeuten und Katharina Vorhoff bei den Physiotherapeuten gratulierte er insofern stellvertretend für den gesamten Jahrgang.

 

 

Pfläging lobte das gute Abschneiden, die große Disziplin und die hohe Motivation umso mehr, da die Bildungsakademie gerade große Umbrüche erlebt. „Dazu gehören die neue Trägerkonstellation mit der Elisabeth-Klinik in Bigge seit Mai 2018, der wir auch die Schulgeldfreiheit zu verdanken haben und die Vorbereitungen auf die neue Zweizügigkeit“, so Pfläging. Denn die Schulgeldfreiheit hat einen Boom bei den Anmeldungen ausgelöst. Daher kann die Akademie mit dem neuen Ausbildungsgang ab Montag in beiden Bildungsgängen erstmals zweizügig starten. Ab dann findet der Unterricht auch in einer Dependance in den Räumen über der Volksbank in Bestwig statt.

 

Der Ausbildungsjahrgang 2017-2020 der Ergo- und Physiotherapeuten begeistert die Besucher mit einer Vision des Abba-Hits Mamma Mia und dem Cup-Song.

 

 

Wichtig ist das „Warum“

 

Zudem lobte Andreas Pfläging den großen Idealismus, den die Auszubildenden immer wieder zeigten. In diesem Zusammenhang erinnerte er an das Wettrennen um das erste gesteuerte Flugzeug in den USA zu Beginn des vorherigen Jahrhunderts. „Daran arbeiteten der brillante Wissenschaftler Samuel Langley, dem das Kriegsministerium 50.000 Dollar für die Entwicklung zur Verfügung stellte – und nur ein paar hundert Kilometer weiter die Brüder Wilbur und Orville Wright, ohne jegliche Fördergelder, in ihrer kleinen Fahrradwerkstatt“, so Pfläging.

 

Zugleich aber habe der eine vor allem an seinem Ruhm gearbeitet. „Und die beiden anderen hatten im Gegensatz dazu einen Traum, eine Vision. Sie wussten, warum es wichtig war, diese Maschine zu bauen. Sie malten sich den Nutzen für die Allgemeinheit aus. Und deshalbhatten sie Erfolg."

"Das wünschte er auch den Absolventen, die den Beruf des Therapeuten nicht ergriffen hätten, um Ruhm zu ernten. „Sie haben eine Vision, den festen Glauben etwas zu erreichen, und wir wissen, warum. Es geht eben nicht nur um das, was man tut, sondern um das Warum, von dem man beseelt sein muss. Behalten Sie sich das bei.“

 

Bildungslandschaft bereichert

 

Ebenso gratulierte Bestwigs Bürgermeister Ralf Péus den Absolventinnen und Absolventen: „Wir freuen uns, dass die Bildungsakademie unsere Bildungslandschaft in Bestwig bereichert.“ Deshalb stelle er ihr das Rathaus für die Abschlussfeiern immer wieder gern zur Verfügung. Er mahnte die Abgänger allerdings auch, sich bei der Fortführung des Berufs oder der Aufnahme eines Studiums in anderen Regionen an die Heimat zu erinnern. „Wir können hier junge, motivierte und qualifizierte Menschen wie Sie gut gebrauchen. Hier haben Sie Perspektive. Wir sind nicht nur eine Urlaubsregion, sondern eine der stärksten Wirtschaftsregionen Deutschlands.

 

 

 

Mit kreativen Tänzen, Liedern und Einlagen bereicherten die Unterstufe und Mittelstufe der Ergo- und Physiotherapeuten-Ausbildung die Abschlussfeier. Die beiden Leiter der Entlassjahrgänge, Marco Szczygiel und Nicole Einwohlt, ließen die drei Jahre noch einmal Revue passieren und bedankten sich bei den Absolventen für das gute Miteinander.

Die jetzt staatlich anerkannten Therapeuten gaben den Dank zurück, indem sie allen Dozenten und Mitarbeiten auf der Bühne ein persönliches, kleines Dankeschön überreichten. „Es war eine intensive, aber auch wirklich schöne Zeit“, so der Sprecher der Physiotherapeuten, Marco Hesse.

 

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